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  Projekt
"Gehend- Sehend - Performance-Installation"

Im Rahmen der Veranstaltung „Ein Tag im Park“ Nezaket Ekici – Performance für den Neuhardenberger Park und Adelheid Schönborn im Gespräch mit Philipp Sattler Schloss Neuhardenberg, 31. Mai 2026 Produziert im Rahmen der Ausstellung „Von Gärten, Landschaften und Bildern. Landschaftsgärten in der Kunst vom Barock bis heute“ Schloss Neuhardenberg, 21.03.–09.08.2026 Kuratiert von Simon Häuser

         
         
         
         

Concept
Für den Landschaftspark von Schloss Neuhardenberg entwickelt die Künstlerin Nezaket Ekici die Performance-Installation „Gehend-Sehend“. Ausgangspunkt ist die Frage, wie wir einen Landschaftsgarten wahrnehmen und wie sich unser Blick verändert, wenn wir uns durch ihn bewegen. Ein englischer Landschaftsgarten wirkt auf den ersten Blick natürlich. Tatsächlich ist jedoch fast alles gestaltet: Wege, Bäume, Wiesen, Wasserflächen, Sichtachsen und Aussichtspunkte folgen einer Komposition. Bestimmte Dinge werden sichtbar gemacht, andere verborgen. Der Blick wird gelenkt: Natur wird zum Bild. „Gehend-Sehend“ greift diese Prinzipien auf und übersetzt sie in körperliche Handlungen. Das Publikum begleitet die Künstlerin an drei Stationen durch den Park. So entsteht eine fast zweistündige Performance als gemeinsamer Spaziergang. Ein zentrales Element sind große goldene Bilderrahmen, die Nezaket Ekici durch den Park trägt und an verschiedenen Orten aufstellt. Sie rahmen einzelne Ausschnitte der Landschaft ein und verwandeln sie für einen Moment in Bilder. Gleichzeitig erinnern sie an die Tradition der Landschaftsmalerei und an die Idee des Landschaftsgartens als begehbares Gemälde. An der ersten Station steht die repräsentative Seite des Parks im Mittelpunkt. Hinter einem goldenen Rahmen befindet sich eine Schaukel. Nezaket Ekici trägt ein aufwendiges Kleid, schaukelt und trinkt Tee. Schloss, Park, Kleidung und Körper verbinden sich zu einem lebenden Gemälde von Eleganz und Repräsentation. Die Szene verweist darauf, dass Landschaftsgärten auch Ausdruck von Besitz, gesellschaftlichem Status und kultureller Bildung waren. An der zweiten Station verändert sich das Bild. Die Künstlerin trägt nun die Kleidung einer Gärtnerin. Hinter dem Rahmen liegt ein großer Haufen Mulch, der die Sicht auf den Park versperrt. Nezaket Ekici beginnt, den Mulch mit einer Schaufel abzutragen. Nach und nach wird die Landschaft dahinter wieder sichtbar. Damit rückt die körperliche Arbeit in den Mittelpunkt, die notwendig ist, um einen Landschaftsgarten anzulegen und über Generationen zu erhalten. Bäume werden gepflanzt und geschnitten, Wege angelegt, Wiesen gepflegt, Erde bewegt und Sichtachsen freigehalten. Der scheinbar natürliche Park ist das Ergebnis ständiger Arbeit. In der Performance wird diese Arbeit unmittelbar körperlich erfahrbar. Die Künstlerin hatim Vorfeld einen Tag ein Prktikum im Park bei den Gärtnern gemacht, um zu verstehen, wie der Park bearbeitet wird. An der dritten Station geht es um Bewegung, Freizeit, Sport und Gesundheit. Nezaket Ekici läuft durch den Park und spannt lange elastische Trainingsbänder zwischen verschiedenen Punkten. Dabei entstehen Linien und Verbindungen zwischen Bäumen, Wegen und anderen Elementen der Landschaft. Die bunten Bänder machen die normalerweise unsichtbaren Sichtachsen und Perspektiven des Landschaftsgartens sichtbar. Der historische Park verbindet sich zugleich mit seiner heutigen Nutzung als Ort für Bewegung, Erholung und körperliche Aktivität. In „Gehend-Sehend“ treffen unterschiedliche Bedeutungen des Parks aufeinander: der Park als Ort der Repräsentation, als Ergebnis körperlicher Arbeit, als gestaltete Landschaft sowie als öffentlicher Raum für Freizeit, Bewegung und Begegnung. Auch das Publikum bleibt nicht an einem festen Platz. Es geht, hält an, verändert seine Position und blickt immer wieder neu durch die goldenden Rahmen auf die Landschaft. Mit jeder Bewegung verändert sich auch das Bild des Parks. Die Performance macht den Landschaftspark für mehrere Stunden zum Aufführungsraum. Tragen, Gehen, Schaukeln, Schaufeln, Laufen, Spannen, Verdecken und Freilegen verändern die Wahrnehmung des Ortes. Der goldene Rahmen verbindet die einzelnen Stationen und stellt immer wieder dieselbe Frage: Was sehen wir – und wodurch wird bestimmt, was wir sehen? Dabei ist eines sicher: Ein Landschaftsgarten ist niemals abgeschlossen. Er wird angelegt, gepflegt, verändert und weitergegeben. Er ist eine Aufgabe fü

Equipment
Equipment: 3 Goldrahmen, 4 Kostüme, Mulch, Schaufel, Eimer, Schaukel, Tisch, Tee Service, Gymnastikbänder, Schubkarre Performer: Nezaket Ekici und Lucas Kurz, Elli Pfeiffer, Emma Hirseland, Benno Zierau

Dauer
1 Stunde 45 min.

Vorlage
Kamera: Branka Pavlovic, Andreas Dammertz Editing: Branka Pavlovic Performerinnen: Nezaket Ekici und Lucas Kurz, Elli Pfeiffer, Emma Hirseland, Benno Zierau Technik und Set Installation „Gehend-Sehend“: Jesper Niemann Technische Produktion: Matthias Warias und Aushilfen: Svea Staschik, Lisa Pahl, Amy Gesche, Leo-Maxim Neumann, Asmar Mahmoud, Hannes Wagner Fotografie: Stiftung Schloss Neuhardenberg / Robert Niemeyer Kostüm Design: Nezaket Ekici Schneiderin: Belgü Moda Evi, Istanbul Dank a